Mobile Klimageräte richtig nutzen: So kühlen sie besser
Warum mobile Geräte weniger kühlen
Ein mobiles Gerät (Monoblock) steht mit seiner gesamten Technik im Raum und bläst die warme Abluft über einen Schlauch nach draußen. Dafür bleibt ein Fenster oder eine Tür einen Spalt offen – und genau dort strömt warme Außenluft nach. Das Umweltbundesamt beschreibt es deutlich: Die nachströmende Luft heizt den Aufstellraum sogar noch weiter auf.
Bei Einschlauch-Geräten kommt ein Unterdruck hinzu, der zusätzlich warme Luft durch Fugen und Türspalten zieht. Zweischlauch-Geräte saugen Außenluft über einen zweiten Schlauch an und sind laut Verbraucherzentrale in der Regel effizienter.
Die folgenden Tipps holen mehr aus Ihrem Gerät heraus. Wunder bewirken sie nicht – das Prinzip bleibt dasselbe.
10 Tipps für den Alltag
Aufstellen
1. Den richtigen Platz wählen. Stellen Sie das Gerät auf einen ebenen Untergrund, mit mindestens 50 Zentimetern Abstand zu Wänden und Möbeln. Lüftungsgitter und Luftauslässe dürfen nicht verdeckt werden (TÜV-Verband).
2. Direkt an die Wandsteckdose. Mobile Klimageräte ziehen laut TÜV-Verband 700 bis 2.000 Watt. Betreiben Sie sie möglichst an einer fest installierten Steckdose, nicht an Mehrfachsteckdosen oder Verlängerungskabeln, die bei hoher Dauerlast überhitzen können.
Schlauch und Fenster
3. Schlauch kurz und gerade. Je kürzer und gerader der Abluftschlauch verläuft, desto besser. Knicken oder quetschen Sie ihn nicht und halten Sie mindestens 30 Zentimeter Abstand zu brennbaren Materialien (TÜV-Verband). Ein isolierter Schlauch gibt weniger Wärme in den Raum ab (Verbraucherzentrale).
4. Immer ins Freie. Führen Sie den Schlauch nie in einen Schornstein, Kamin oder Lüftungsschacht. Dort können sich giftige Gase zurückstauen (Verbraucherzentrale).
5. Die Öffnung abdichten. Eine Fensterabdichtung, etwa mit Reißverschluss, verringert die Wärmeverluste deutlich (Verbraucherzentrale). Die Stiftung Warentest weist allerdings darauf hin, dass sie nur begrenzt hilft, weil warme Luft weiter durch Fugen und Ritzen nachströmt.
6. Den Raum geschlossen halten. Halten Sie Türen und alle übrigen Fenster geschlossen, solange das Gerät läuft. So muss es nur den einen Raum kühlen.
Betrieb
7. Maßvoll kühlen. Das Umweltbundesamt empfiehlt aus Energiesicht 3 bis 4 °C unter der Außentemperatur, aber nicht unter 26 °C. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit rät, höchstens 6 bis 8 °C kühler als draußen einzustellen.
8. Sonne aussperren. Außenliegender Sonnenschutz hält laut Umweltbundesamt 80 bis 90 Prozent der Sonneneinstrahlung ab, innenliegende Rollos nur 5 bis 45 Prozent. Je weniger Wärme hereinkommt, desto weniger muss das Gerät leisten.
Pflege und Sicherheit
9. Kondenswasser und Filter. Leeren Sie den Kondenswasserbehälter regelmäßig – stehendes Wasser kann Schimmel begünstigen. Viele Geräte lassen sich an einen dauerhaften Ablauf anschließen. Den Filter sollten Sie laut TÜV-Verband alle zwei bis vier Wochen reinigen.
10. Vorsicht mit offenem Feuer. Mobile Geräte arbeiten seit 2020 nur noch mit Kältemitteln mit niedrigem Treibhauspotenzial, meist Propan (Umweltbundesamt). Bei einem Leck kann sich ein zündfähiges Gemisch bilden. Betreiben Sie das Gerät deshalb nicht in der Nähe offener Flammen (TÜV-Verband).
Was kostet der Betrieb?
Die Stiftung Warentest hat für zwei Wochen Dauerbetrieb in einem kleinen Raum etwa 53 bis 67 € Stromkosten errechnet (bei 40 Cent je Kilowattstunde). Wie viel es bei Ihnen wird, hängt von Nutzung und Strompreis ab. Ein Strommessgerät zeigt den tatsächlichen Verbrauch (Verbraucherzentrale). Ihre Kosten schätzt der Stromkosten-Check.
Wann sich ein Umstieg lohnt
Die Stiftung Warentest sieht den Einsatz mobiler Geräte vor allem für wenige Hitzetage im Jahr. Wenn Sie jeden Sommer regelmäßig kühlen möchten, vor allem nachts im Schlafzimmer, ist eine Split-Anlage in aller Regel leiser und deutlich sparsamer. Welche Lösung für Ihre Räume passt, zeigt der Vergleicher.
Häufige Fragen
Ja, zumindest einen Spalt, damit der Abluftschlauch ins Freie führt. Halten Sie die Öffnung so klein wie möglich und dichten Sie sie ab.
Der Schlauch sollte so kurz und gerade wie möglich verlaufen. Ein längerer Schlauch gibt mehr Wärme an den Raum ab. Halten Sie sich an die Angaben des Herstellers.
Regelmäßig, je nach Gerät und Luftfeuchtigkeit. Viele Geräte zeigen an, wenn der Behälter voll ist, oder lassen sich an einen Ablauf anschließen.
In der Regel ja: Es erzeugt keinen Unterdruck und ist laut Verbraucherzentrale effizienter als ein Einschlauch-Gerät.
Quellen
- Umweltbundesamt, „Gegen die Hitze: Das können Sie im Sommer für kühle Räume tun“, aktualisiert 23.06.2026 (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 22. September 2026)
- Verbraucherzentrale, „Klimaanlage installieren: Was ist zu beachten?“, Stand 04.08.2026 (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 22. September 2026)
- TÜV-Verband, „Sicher durch die Hitze: Was Verbraucher bei mobilen Klimageräten beachten sollten“, 24.06.2026 (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 22. September 2026)
- Stiftung Warentest, „Mobile Klimaanlagen im Test: Flexibel, aber wenig effizient“, 29.05.2026 (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 22. September 2026)
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), „Empfehlungen bei Hitze“, Stand Juli 2026 (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 21. September 2026)
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