Klimaanlagen im Test 2026: Was die Stiftung Warentest zeigt – und was Sie selbst prüfen sollten
Welche aktuellen Tests gibt es?
- Split-Klimageräte: Die Stiftung Warentest hat ihren Test „Klimageräte im Test“ am 27.05.2026 veröffentlicht und am 19.08.2026 aktualisiert. Neu getestet wurden sechs Geräte. Die Tabellen zeigen außerdem weiterhin erhältliche Geräte aus früheren Tests, darunter das mobile Split-Gerät Midea PortaSplit. Die Testmethoden wurden über die Jahre weiterentwickelt, deshalb sind laut Stiftung Warentest nicht alle Urteile vollständig miteinander vergleichbar.
- Mobile Klimageräte: Gemeint sind Monoblock-Geräte, also Geräte in einem einzigen Gehäuse, die die Wärme über einen Abluftschlauch nach draußen leiten. Am 29.05.2026 hat die Stiftung Warentest über einen Test ihrer französischen Partnerorganisation Que Choisir berichtet (aktualisiert am 19.08.2026). Dort wurden acht neue Monoblock-Geräte geprüft.
Wir geben hier nur wieder, was die Stiftung Warentest frei zugänglich veröffentlicht. Die vollständigen Noten stehen im kostenpflichtigen Testbericht auf test.de.
So testet die Stiftung Warentest Klimageräte
Auswahl:
- Die Stiftung Warentest kauft die Geräte anonym im Handel.
- Ausgewählt werden marktbedeutende, per App steuerbare Single-Split-Geräte mit etwa 2,5 und 3,5 kW Kühlleistung.
- Die Preise in den Tabellen sind mittlere Preise für Außen- und Innengerät ohne Installation, ermittelt per Anbieterbefragung.
In der Klimakammer:
- Kühlen bei 24 °C innen und 20, 25, 30, 35 und 40 °C außen.
- Heizen bei 20 °C innen und 12, 7, 2, −7 und −15 °C außen, einschließlich Abtauen.
- Außerdem misst sie, wie schnell ein Gerät den Raum abkühlt oder aufheizt und wie genau und gleichmäßig die Temperatur im Raum ist.
So fließen die Prüfpunkte ins Urteil ein:
| Prüfpunkt | Anteil am Urteil |
|---|---|
| Umwelteigenschaften (u. a. Energieeffizienz, Kältemittel, Geräusch des Außengeräts) | 40 % |
| Kühlen | 20 % |
| Heizen | 15 % |
| Handhabung | 15 % |
| Entfeuchten | 5 % |
| Basisschutz persönlicher Daten (App) | 5 % |
Die elektrische und mechanische Sicherheit prüft die Stiftung Warentest ebenfalls, sie fließt aber mit 0 % in das Urteil ein.
Gut zu wissen: Bei den Umwelteigenschaften zählt auch das Kältemittel. Die Stiftung Warentest berechnet die jährliche Klimabelastung aus Kältemittelmenge, Treibhauspotenzial und typischen Verlusten. Geräte mit dem natürlichen Kältemittel Propan (R290) haben hier einen Vorteil.
Die wichtigsten Ergebnisse 2026
- Breites Feld auf gutem Niveau: Von den Geräten in den Testtabellen erhalten zwölf die Note „gut“ und drei ein „befriedigend“.
- Preise: Die getesteten Split-Geräte kosten laut Stiftung Warentest 873 bis 1.957 Euro ohne Montage. Das sind mittlere Preise laut Anbieterbefragung, Stand Frühjahr 2026.
- Neu im Test 2026:
- Bosch CL 7000i Set 26 E
- Fujitsu ASEH09KMCG + AOEH09KMCG
- Gree Set Charmo GWH 09 ATCXB
- Mitsubishi Electric MSZ-RZ25VU + MUZ-RZ25VUHZ
- Panasonic CS-Z25ZKEW + CU-Z25ZKE
- Samsung AR70F09CAAWN + AR70F09CAAWX
- Das bestbewertete Gerät überzeugt laut Stiftung Warentest beim Kühlen, beim Heizen und bei der Energieeffizienz. Welches Gerät es ist, steht wie alle Noten im kostenpflichtigen Testbericht.
- Stromkosten unterscheiden sich stark: In der Beispielrechnung der Stiftung Warentest liegen die Stromkosten fürs Kühlen über 15 Jahre zwischen 780 und 1.800 Euro. Die Rechnung geht von einem Beispielzimmer mit 25 bzw. 35 Quadratmetern in Südlage und 40 Cent je Kilowattstunde aus.
- Heizen kann günstiger sein als mit Gas: Laut einer Modellrechnung der Stiftung Warentest zahlt, wer ein Zimmer im Winter überwiegend mit der Klimaanlage statt mit Gas heizt, im Schnitt rund 80 Prozent der sonst üblichen Heizkosten.
- Zugrunde liegen Energiepreise aus dem Frühjahr 2026 und ein Mix aus 80 Prozent Klimagerät und 20 Prozent Gas.
- Beim 2,5-kW-Gerät von Samsung für rund 1.300 Euro sind es nach dieser Rechnung 180 Euro Ersparnis im Jahr gegenüber einer reinen Gasheizung. Bei der Energieeffizienz im Heizbetrieb erhielt dieses Gerät die Bestnote „sehr gut“.
- Kältemittel: Zwei der geprüften 2,5-kW-Geräte arbeiten bereits mit Propan (R290), die Modelle von Mitsubishi Electric und Gree. Die übrigen Geräte in den Tabellen enthalten das fluorierte Kältemittel R32.
- Ab dem 1. Januar 2029 dürfen neue Luft-Luft-Split-Geräte bis 12 kW mit einem Kältemittel ab einem Treibhauspotenzial (GWP) von 150 in der EU nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Das betrifft auch R32. Grundlage ist die F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573.
- Bereits installierte Geräte dürfen Sie weiter betreiben. Mehr im Ratgeber „Kältemittel R32 und R290“.
Wie viel Sie zu Hause beim Heizen sparen könnten, schätzt der Spar-Check. Den Hintergrund erklärt der Ratgeber „Heizen mit der Klimaanlage“.
Mobile Klimageräte im Test
Que Choisir hat 2026 acht neue Monoblock-Geräte geprüft. Drei von Que Choisir empfohlene Geräte gibt es laut Stiftung Warentest auch in Deutschland: Black+Decker BXAC9000E, Bosch Cool 4000 und Ariston Mobis Plus 10. Alle drei bekamen die Bestnote fürs Kühlen und sind eher laut, wie die meisten Geräte dieser Bauart.
Zwei Einschränkungen nennt Que Choisir selbst, wie die Stiftung Warentest berichtet:
- Geprüft wurde im Labor mit abgedichtetem Wanddurchbruch für den Abluftschlauch. Führen Sie den Schlauch durch ein gekipptes Fenster, kann die Kühlleistung sinken.
- Für eine dauerhafte Lösung empfehlen die Fachleute von Que Choisir die effizienteren Split-Klimaanlagen.
Die Stiftung Warentest selbst stuft Monoblöcke als schwächer und deutlich weniger effizient ein als Split-Geräte. Wie Sie das Beste aus einem mobilen Gerät herausholen, erklärt der Ratgeber „Mobile Klimageräte richtig nutzen“.
Was ein Test nicht für Sie entscheiden kann
Ein guter Test ist eine starke Entscheidungshilfe. Für Ihre Kaufentscheidung fehlen aber wichtige Puzzleteile:
- Die passende Größe. Getestet wurden Geräte mit rund 2,5 und 3,5 kW. Ob Ihr Raum mehr oder weniger braucht, hängt von Fläche, Dachgeschoss, Fensterfläche und Sonneneinstrahlung ab. Ein zu kleines Gerät kühlt nicht ausreichend, egal wie gut es getestet wurde. → Ratgeber „Kühlleistung berechnen“
- Die Gesamtkosten. Die Testpreise gelten ohne Montage. Bei Split-Geräten kommen Fachbetrieb, Leitungen und Wanddurchbruch dazu. → Was kostet eine Klimaanlage inklusive Einbau?
- Ihre Wohnsituation. Mieter brauchen für ein Außengerät meist die Zustimmung des Vermieters, Eigentümer in einer Wohnungseigentümergemeinschaft einen Beschluss. → Ratgeber „Klimaanlage in der Mietwohnung“
- Das exakte Modell. Ein Testurteil gilt für genau die geprüfte Kombination aus Innen- und Außengerät. Ein ähnlich klingendes Modell, eine andere Leistungsstufe oder ein anderes Außengerät ist nicht automatisch gleich gut.
- Der Preis heute. Die Preise im Test sind eine Momentaufnahme. Händlerpreise ändern sich laufend.
Ein einheitlicher Maßstab für viele Geräte: Für Raumklimageräte, wie sie in Wohnungen üblich sind, schreibt die EU ein Energielabel vor (Verordnung (EU) Nr. 626/2011). Die Werte werden nach einheitlichen Regeln ermittelt und gelten auch für Geräte, die nie in einem Test waren. Sie finden sie in der EU-Produktdatenbank EPREL, und der KühlerKopf-Vergleich nutzt genau diese Daten. Die Stiftung Warentest misst nach eigener Angabe strenger als die Norm. Testwerte und Labelwerte lassen sich deshalb nicht direkt vergleichen.
So lesen Sie einen Testbericht richtig
- Teilnoten ansehen, nicht nur das Gesamturteil. Bei der Stiftung Warentest machen die Umwelteigenschaften 40 Prozent des Urteils aus. Sind Ihnen besonders leiser Betrieb oder niedrige Stromkosten wichtig, lohnt der Blick in die Einzelwerte.
- Auf das Datum achten. Hersteller bringen regelmäßig neue Modelle. Ein älteres Urteil gilt nicht automatisch für den Nachfolger.
- Modellbezeichnung vergleichen. Prüfen Sie, ob Innen- und Außengerät exakt dem getesteten Modell entsprechen.
- Vorsicht bei Werbung mit Tests. Die Stiftung Warentest warnt vor angeblichen Klimageräten ohne Abluftschlauch, die teilweise sogar mit gefälschten Tests der Stiftung Warentest beworben wurden. Ein solches Gerät, den „Epicooler“ für 163 Euro, hat sie aufgeschraubt. Es kann nicht kühlen, es ist eine Art PC-Lüfter mit Heizfunktion.
- So erkennen Sie seriöse Werbung mit Testurteilen: Sie nennt die Publikation mit Ausgabe sowie das Gesamturteil, nicht nur eine Einzelnote. Sie trägt eine Lizenznummer, die Sie online prüfen können. In der Regel darf ein Urteil höchstens zweieinhalb Jahre nach dem Test beworben werden. Im Zweifel prüfen Sie das Ergebnis direkt auf test.de.
Und KühlerKopf?
Wir testen keine Geräte selbst. Wir verweisen auf unabhängige Tests, wo es sie gibt, und erklären, was sie bedeuten. Ein Testergebnis verschafft einem Gerät bei uns keinen Vorteil in der Empfehlung. Unser Vergleich bewertet alle Geräte nach denselben Regeln: passende Kühlleistung, Preis und Energieeffizienz laut EU-Energielabel, dazu Ihre Angaben zu Raum und Nutzung. Ist ein Gerät in unserem Katalog genau so von der Stiftung Warentest getestet worden, finden Sie auf seiner Geräteseite einen Hinweis mit Link zum Test.
Häufige Fragen
Nein. Name und Note veröffentlicht die Stiftung Warentest nur im kostenpflichtigen Testbericht. Frei beschreibt sie das bestbewertete Gerät so: Es überzeugt beim Kühlen, beim Heizen und bei der Energieeffizienz. Zwölf Geräte in den Tabellen sind „gut“.
Die getesteten Split-Geräte kosten laut Stiftung Warentest 873 bis 1.957 Euro ohne Montage (Stand Frühjahr 2026). Was Montage und Zubehör zusätzlich kosten, erklärt unser Ratgeber zu den Kosten.
Ja. Die Stiftung Warentest hat auch den Heizbetrieb geprüft. Wer ein Zimmer überwiegend mit der Klimaanlage statt mit Gas heizt, zahlt laut ihrer Modellrechnung im Schnitt rund 80 Prozent der Heizkosten (Energiepreise Frühjahr 2026).
Drei Monoblock-Geräte bekamen bei Que Choisir die Bestnote fürs Kühlen, sind aber eher laut. Für eine dauerhafte Lösung empfehlen die Tester von Que Choisir Split-Klimaanlagen. Die Stiftung Warentest stuft Monoblöcke als deutlich weniger effizient ein als Split-Geräte.
Nicht automatisch. Ein Testurteil gilt für die geprüfte Kombination aus Innen- und Außengerät. Andere Leistungsstufen können andere Werte haben. Vergleichen Sie die Werte im EU-Energielabel.
Quellen
- Stiftung Warentest, „Klimageräte im Test: Effizient cool bleiben – die besten Klimaanlagen“, 27.05.2026, aktualisiert 19.08.2026 (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 11. Oktober 2026)
- Stiftung Warentest, „Klimageräte im Test der Stiftung Warentest: Heizen mit der Klimaanlage – günstiger als mit Gas“, 18.09.2026 (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 11. Oktober 2026)
- Stiftung Warentest, „Mobile Klimaanlagen im Test: Flexibel, aber wenig effizient“, 29.05.2026, aktualisiert 19.08.2026 (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 11. Oktober 2026)
- Stiftung Warentest, „Warnung vor Fake-Klimaanlage: Beworben als Klimagerät, ist aber nur ein PC-Lüfter“, 14.08.2026 (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 11. Oktober 2026)
- Stiftung Warentest, „Missbrauch: Falsche Werbung mit Testurteilen erkennen“, Stand 01.09.2026 (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 11. Oktober 2026)
- Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase, Anhang IV Nr. 9 (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 11. Oktober 2026)
- Europäische Kommission, EU-Produktdatenbank EPREL (öffnet in neuem Tab) (abgerufen am 11. Oktober 2026)
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